Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern
Reise Blog

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern – Bali auf eigene Faust

Sollte man das Abenteuer Fernreise mit kleinen Kinden wagen? Unbedingt, sage ich! Ist das nicht zu stressig? Gibt es zu viele gesundheitliche Risiken? Wie läuft das mit dem Essen? Oft schränken sich reiselustige Eltern nach der Familiengründung in ihrer Mobilität deutlich ein. Das muss nicht sein, wie ich finde. Ich möchte dir hier von meinen Erfahrungen zum Thema Fernreisen mit kleinen Kindern – Bali auf eigene Faust erzählen und dir Mut machen, das Abenteuer zu wagen. 

Bei uns stand im September 2019 1 ½ Monate Rucksack und Rasselbande in Südostasien auf dem Plan. Die Kinder waren 4 und 2 ½ Jahre alt. Für uns der perfekte Zeitpunkt für die erste Fernreise. Aber auf was haben wir dabei geachtet? Was war anders mit den Kids? Und welche nützlichen Tipps kann ich geben?

Hast du schon Erfahrungen mit Rucksackreisen in fernen Ländern? Wenn ja, dann kannst du das Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern auf Bali locker wagen. Etwas schwieriger wird die Antwort, wenn du schon immer einmal individuell nach Asien reisen wolltest und die Premiere nun mit Familie ansteht. In diesem Fall, hängt es klar von dir selbst ab. Traust du dir eine Rucksackreise mit kleinen Kindern zu? Denn nur, wenn sich die Eltern wohlfühlen, entspannt und gelassen sind, werden es auch die Kinder sein. Bali ist allemal ein guter Einstieg für die erste Reise nach Asien und wer sich unsicher ist, muss nicht unbedingt mit dem Rucksack losziehen…

Rückblick zu meinen bisherigen Reiseerlebnissen…

Mir wurde das Reisen förmlich in die Wiege gelegt. Noch im Kindergartenalter reiste ich individuell mit meiner Familie. Ganz unter dem Motto „der Weg ist das Ziel“ fuhren wir mit dem Auto los, ohne eine wirkliche Reiseroute zu haben… Oft hatten wir mehrere Wochen Zeit und erkundeten verschiedenste Länder Europas.

Mit Anfang zwanzig ging es das erste Mal mit dem Rucksack und lediglich einem Rückflugticket in die Ferne. Thailand, das Land des Lächelns, sollte mein Türöffner nach Asien sein. Gepackt vom Reisefieber folgten viele Jahre, in denen es mich ein bis zweimal im Jahr für mehrere Wochen auf Fernreisen zog. Natürlich durften Kurztrips in Europa für Zwischendurch nicht fehlen. Von Couch Surfing, über Ferienwohnungen, Hostels, Homestays und Camping waren diverse Arten von Unterkünften dabei. 

Wie du siehst, brachte ich doch recht viel Erfahrung mit, als wir unser Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern starteten.

Ideales Alter der Kinder beim Abenteuer Fernreise

Da ich stets von Reiselust und Fernweh getrieben bin, war für uns gleich klar, dass auch die Kinder viel Reisen werden. Wir haben es dennoch etwas ruhiger angehen lassen. Unser Start ins Familienleben sollte sich anders gestalteten als erwartet . Unser Sonnenschein tat sich wirklich schwer mit dem Ankommen. Diverse Besuche in der Schreiambulanz waren die Folge. Daher haben wir auch die ersten Urlaube entspannter gestaltet, waren in Deutschland und Europa unterwegs und reisten vorerst immer nur an einen Ort. Unser Sohnemann Nummer zwei hatte es viel leichter mit dem Ankommen. Mit ihm hätten wir auch die Elternzeit in der Ferne verbringen können. 

 

„Wichtig: Jedes Kind ist anders und kann gut oder weniger gut mit neuer Umgebung und den vielen Reizen umgehen. Ich finde, das sollte respektiert werden. Im Interesse des Kindes, aber auch im eigenen Interesse.“

 

Passendes Fernreiseziel mit Kids finden…

Anfangs steht man vor der Frage: „Wo soll die Reise eigentlich hin gehen?“. Neben der geeigneten Reisezeit, war es für uns sehr wichtig, dass wir mit wenig Aufwand und kurzen Entfernungen viele verschiedene Facetten erreichen können. Thailand, Kambodscha, Malaysia und Co. sind traumhaft schöne Länder – ich wäre zu gern erneut dorthin gereist. Aber für den Anfang waren uns die Entfernungen zwischen den einzelnen Spots und Orten doch zu lang… 

Unser Großer hat ordentlich Probleme mit Reiseübelkeit und der Junior, stellt sich nach ca. 10 Min Fahrt gern mal die Frage „… ob wir wohl gleich da wären?!“. Annehmbare Reisezeiten vor Ort lagen für uns also erst einmal bei maximal 2 – 3 Stunden. Auch war mir eine gute Infrastruktur, verfügbare medizinische Versorgung und eine kleine Auswahl an westlichen Gerichten für den kindlichen Gaumen wichtig. Alles Kriterien, die für uns in die Reisezielplanung zum ersten Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern einflossen.

Aus eigener Erfahrung erfüllt Bali – Indonesien all diese Punkte bestens. Da ich kein Fan von zu touristischen Orten bin, war ich doch recht skeptisch, ob es uns dort noch gefallen wird. Meine letzte Reise nach Bali war 2011 – also eine halbe Ewigkeit her. Und der Tourismus boomt bekanntlich überall… Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Es sollte eine sehr gute Entscheidung sein, wenn man die richtigen Orte auf Bali auswählt.

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern

Jimbaran Beach  – Bali, Indonesien

Impfungen vor einer Bali Reise mit Kindern

Zum Thema Impfungen gibt es unterschiedliche Informationsquellen. Unter Anderem das Auswärtige Amt, diverse Institute für Tropenmedizin, aber auch die Reisemedizinische Länderinformationen des CRM (Centrum für Reisemedizin) geben Auskunft zu Schutzimpfungen für Reisen nach Bali. Die Grundlage bilden die empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene der STIKO (Ständige Impfkommission) des Robert-Koch-Institutes. Ok, das ist noch recht einfach… Deutlich schwieriger wird es aber bei zusätzlichen Impfungen. Ein Problem, das man nicht nur bei Reisen nach Bali hat. Denn wirklich vorgeschrieben sind zusätzliche Impfungen meistens nicht. Daher gibt es keine klare Antwort dazu, welche Impfungen benötigt werden…

So sagt die reisemedizinische Länderinformation des CRM für Bali: keine Impfungen vorgeschrieben1. Dennoch geben sie je nach Reisestil und Aufenthaltsbedingungen eine Empfehlung, u.a.:

Thyphus

Tollwut

Japanische Enziphalitis

Das macht die Sache gerade für Eltern nun gar nicht leicht, denn sie müssen die Entscheidung am Ende allein treffen. Ich empfehle einen Termin im nächst gelegenen Tropeninstitut zu machen und sich dort beraten zu lassen.

Die Sache mit dem Langstreckenflug…

Ferne tropische Reiseziele bringen einen unvermeidlichen Langstreckenflug mit sich. Den kannst du dir um einiges angenehmer machen, wenn du einen Nachtflug auswählst und dir die Verbindung genau anschaust. Es ist recht schwierig hier konkrete Tipps zu geben, denn die Flugverbindungen sind stark von deinem Wohnort und dem nächst gelegenen Flughafen abhängig. Wir wohnen im Speckgürtel von Berlin, daher gebe ich ein paar Tipps am Beispiel Berlin:

1. Auf Zwischenstopps achten

Von Europa gibt es keine Direktflüge nach Bali. Du musst mit mindestens einem oder mehreren Zwischenstopps rechnen. Über Singapur, Bangkok und Co. geht es weiter nach Bali. Von Berlin fliegt nur Scoot Airlines direkt nach Asien – mehrmals die Woche, die Flugzeit beträgt 12 Stunden. Leider starten diese Flüge immer vormittags. An sich sind 12 Stunden schon verdammt lang. Noch länger fühlt es sich an, wenn man mit hell wachen Kids unterwegs ist. 

Trotzdem haben wir uns für diese Verbindung entschieden. Unsere Erfahrung an Bord findest du in meinen Artikel „12 Stunden Flug mit kleinen Kindern im Billigflieger – Scoot Erfahrungsbericht“. Der Grund für unsere Entscheidung, war dass bei allen anderen Verbindungen ein zusätzlicher Zwischenstopp dazu kam. Über Bangkok zum Beispiel gibt es einen zusätzlichen Stopp in Dubai, Doha, und Co. Das heißt, es gäbe zwar einen Nachtflug, nur wenn man abends los fliegt und die Kids gerade tief und fest schlafen, ist schon wieder wach machen und umsteigen angesagt. Nichts für meine Jungs, zumal es ja dann auch noch weiter nach Bali ging. 

Beim Rückflug sind die Verbindungen nach Berlin deutlich besser. Da wir eh noch ein paar Tage in Singapur ran hängen wollten, waren wir schon vor Ort. Von Singapur sind wir per Nachtflug direkt nach Berlin geflogen. Mit spätem Mittagsschlaf, lief das wunderbar. Wir waren noch gar nicht richtig angeschnallt, da schliefen die Mäuse schon.

So wie unseren Rückflug, kann man natürlich auch den Hinflug gestalten. Du wolltest schon immer Mal nach Bangkok, Kuala Lumpur oder in eine andere Stadt, die Umschlagspunkt für andere Reiseziele ist? Bau doch ein paar Tage in deinen Reiseplan ein und schon wird die Anreise deutlich angenehmer. Am Ende haben wir unsere Hinreise gut überstanden, ich würde beim nächsten Mal aber auf jeden Fall ein paar Tage in Singapur bleiben, denn die direkte Weiterreise von dort war für uns schon eine ganz schöne Hausnummer.

2. Zeitverschiebung und Ankunftszeiten berücksichtigen

Neben dem Langstreckenflug kommt man bei Reisen nach Asien auch nicht um die Zeitverschiebung und den damit verbundenen Jetlag herum. Daher essenziell bei der Flugbuchung – Ankunftszeiten im Zielland beachten.

Wenn du einen Nachtflug buchst und durch Flugzeit und Zeitverschiebung erst abends im Zielland ankommst, wirst du deutlich mehr Probleme mit dem Jetlag haben. Wer den ganzen Nachtflug verschläft, kann wohl kaum gleich wieder ins Bett gehen, nur weil es in der neuen Zeitzone bereits abends ist. Nicht immer stehen jedoch Verbindungen zur Verfügung, bei denen die Ankunftszeit passt. Ich würde hier immer abwägen, was am ehesten zu vertreten ist.

Wir sind hinzu am Tage geflogen, waren nach unserer Uhr zur Schlafenszeit der Kinder in Singapur und sind dann weiter geflogen nach Bali. Auf dem Weiterflug haben sie geschlafen – aber eben nur wenige Stunden – und wir sind morgens auf Bali gelandet. Das war schon heftig. Der Tag beginnt, alle sind müde und um in die neue Zeit zu finden, müsste man eigentlich wach bleiben. Wir haben bis zum Mittag durchgehalten und eine ordentliche Siesta eingelegt – mit Wecker stellen versteht sich. In den ersten beiden Nächten waren wir dann ein bis zwei Stunden wach und damit hatte sich das Thema Jetlag erledigt. 

 

„Seid entspannt, wenn die Kids eben nicht von Anfang an die Nächte durchschlafen, weil sie noch in einer anderen Zeitzone sind! Der Urlaub beginnt und wie oft macht man schon ein Picknick mitten in der Nacht im Bett?! Unsere Jungs haben es sehr genossen…“

 

Die Rückreise gestaltete sich für uns komplett OHNE! Jetlag. Wie cool – das hatte ich nicht erwartet! Wir wählten einen späten Nachtflug von Singapur und die Kids haben sofort geschlafen. Ganze acht Stunden am Stück. Der Kurze hat dann sogar nochmal zwei Stunden ran gehängt, der Große war unglaublich entspannt und hat lieb gespielt. Wir sind morgens in Berlin gelandet und super in den Tag gestartet.

Grundsätzlich mache ich bei Fernreisen eher Abstriche bei der Hinreise. Man startet in den Urlaub, hat genügend Zeit sich von der Anreise zu erholen und ich habe den Jetlag meist deutlich besser weg gesteckt. Bei der Rückreise gebe ich liebe mehr aus und habe eine gute Verbindung, damit die Erholung nicht gleich wieder dahin ist.

3. Genügend Zeit zum Ankommen einplanen

Wenn der Langstreckenflug überstanden ist, finde ich es extrem wichtig genügend Zeit zum Ankommen einzuplanen. Das gilt nicht nur für die Hinreise und die ersten Tage vor Ort, sondern auch für das Ankommen zu Hause. Gerade für Kinder sind solche langen Reisen sehr anstrengend und auch die Eltern sind extra gefordert, wenn sie mit Nachwuchs unterm Arm reisen.

Ich buche die erste Unterkunft noch von zu Hause aus, um gleich zu wissen, wo es vor Ort hin geht. Der Standard darf da gern auch etwas höher sein, als bei den folgenden Unterkünften. Nehmt euch nichts vor für die ersten Tage im Urlaub. Lasst es ruhig angehen und gebt euch und den Zwergen genügend Zeit, um im Klima, der neuen Zeitzone und der exotischen Umgebung anzukommen.

Bei meiner ersten Reise nach Asien wollte ich so viel wie möglich Urlaubstage vor Ort haben und verzichtete dafür auf zusätzliche Tage zu Hause nach der Rückreise. Super Idee! Ich bin damals an einem Sonntag Vormittag in der Heimat gelandet. Erster Arbeitstag war gleich am Folgetag. Schrecklich kann ich dir sagen. Das habe ich nie wieder so gemacht. Damals brauchte ich mehr als eine Woche, um wieder richtig anzukommen…

Daher achte gerade mit Kindern darauf, dass zu Hause genügend freie Tage folgen bevor der Alltag wieder startet. Wir sind mittwochmorgens in Berlin gelandet und erst Montag ging Kindergarten und Arbeit wieder los. Die Kinder waren mehr als begeistert, dass sie zu Hause noch ein bisschen Urlaub hatten. Wie spannend doch die eigenen Spielsachen sind, wenn man sie 1 ½ Monate nicht zur Verfügung hat!

Das Reisen vor Ort mit Kindern…

Für uns hat sich vom Reisestil her nicht sehr viel geändert. Wir sind mit dem Rucksack los gezogen und sehr individuell gereist. Wir haben in Homestays (Unterkunft bei einheimischen Familie) gelebt, wie bereits während der Reisen ohne Kinder und haben uns vor Ort treiben lassen ohne eine feste Reiseroute und vorgebuchte Unterkünfte.

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern

Die Anzahl und das Gewicht der großen Rucksäcke hat sich nicht verändert. Die Kinder hatten lediglich einen Kinderrucksack für Spielsachen dabei.

Was schon anders war, ist die Frequenz des Reisens und die Art der Transportmittel. Ohne Kids im Schlepptau sind wir gern auch nach ein zwei Tagen weiter gereist. Das haben wir mit Kids in der Regel anders gestaltet.

Wir waren meist fünf Nächte an einem Ort und hatten durch die kurzen Reisezeiten auch den Ankunftstag noch halb zur Verfügung. Für uns genau richtig. Als wir vor Ort waren, sind wir auch mal schneller weiter gezogen. Unsere genaue Reiseroute findest du hier. Den Kindern hat man sehr schnell angemerkt, wie sehr sie an allen Erlebnissen wachsen, sodass sie regelrecht hungrig auf neue Erfahrungen und das Weiterziehen waren.

Bei den Transportmitteln, waren wir schon auf höherem Niveau unterwegs. Früher durfte es gern der günstigste lokale Bus, die öffentliche Fähre, etc. sein. Das war anders mit den Zwergen. Wenn ich die Wahl habe, mit dem Speed Boot ca. 45 Min zur nächsten Insel zu fahren oder eben mit der öffentlichen Fähre mehr als vier Stunden zu brauchen, dann siegt hier einfach die kürze und bequemere Verbindung. Sind die Kinder einmal älter, mag sich das wieder ändern. Bei dieser Reise waren es doch die kürzesten Verbindungen und eben das Taxi, anstelle des lokalen Buses.

Vorab habe ich deutlich mehr gelesen. Mir hat das mehr Sicherheit gegeben und das wiederum überträgt sich auf die Zwerge. Was medizinische Belange angeht, weiß ich gern etwas über die Gegebenheiten vor Ort. Nicht, dass ich besonders vorsichtig bin – aber wir haben auf Reisen in Europa schon diverse Erfahrungen mit Krankheit und Verletzungen der Kinder gemacht, sodass ich wenigstens eine Basis an Information haben wollte.

Ich habe mir vorab Infos zu einzelnen Stopps, Sehenswürdigkeiten und die Verbindungen dazu angeschaut. Einiges davon haben wir vor Ort umgesetzt und anderes wieder nicht. Die Reiseroute hat sich dann einfach ergeben. 

 

„Auch wenn du gerne Pläne machst, sei nicht zu ambitioniert bei der Länge der Etappen und der Anzahl der Orte und Sehenswürdigkeiten. Sei flexibel und mach alles im besten Tempo für deine Familie. Weniger ist manchmal mehr – das trifft besonders bei Reisen mit Kindern zu.“

 

Wie sieht es mit der Kinderfreundlichkeit aus?

Wir haben durchweg sehr positive Erfahrungen in Bezug auf die Kinderfreundlichkeit der Balinesen gemacht. Aber nicht nur die Einheimischen, sondern auch sehr viele Reisende, waren mehr als begeistert von den Kids. Unsere Jungs haben weiß blonde und rot blonde Haare, egal wo wir hinkamen, waren sie erstmal das Highlight überhaupt. Teilweise waren gerade die Einheimischen sogar ein bisschen zu euphorisch und kamen gern auch mal sehr schnell sehr nah. Achte auf deine Kinder und komme zu Hilfe, wenn es ihnen doch einmal zu schnell und zu viel Kontakt ist.

Unsere beiden Räuber sind nach den ersten Wochen der Eingewöhnung sehr locker mit der Offenheit der Einheimischen umgegangen und haben sich stets über die Aufmerksamkeit gefreut.

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern

Beim Spielen am Strand fand sich nicht nur schnell ein geeignetes Fischerboot. Es dauerte nicht lang und ein Einheimischer spielte den Kapitän für die Jungs. Schaukelbewegung des Bootes waren inklusive…

Können Familien alles Trinken und Essen auf Bali?

Wie überall in den Tropen gilt der alte Leitspruch: „Cook it, peel it or forget it!“. Das gilt besonders für Kinder. Unsere Kinder scheinen hier aber einen guten Selbstschutz zu haben. Sie essen nichts, was sie nicht kennen. Nicht immer leicht für Eltern, aber somit hatten wir nur einmal  leichte Probleme mit Durchfall.

Bali ist grundsätzlich mehr als vielfältig was Essen und Trinken angeht. Im touristischen Süden findest du alles, was du auch von zu Hause kennst. Je weiter du dich von den Touri Orten weg bewegst, desto traditioneller werden auch das Essen und das Trinken. Wobei es trotzdem immer eine kleine Auswahl an Warungs (einfache traditionelle Restaurants) gibt, die auch westliches Essen anbieten. Selbst auf Sonderwünsche (Spaghetti ohne Soße etc.) der Kinder wird problemlos eingegangen.

Unsere Kids haben sich nicht besonders ausgewogen ernährt, was die Hauptspeisen angeht. Spaghetti in verschiedenen Variationen, Pizza, Pommes, Nuggets und ähnliches war immer zu finden. Mit frischem Obst und Omeletts zum Frühstück, kann man die Auswahl dann doch noch etwas verbessern. Mir ist gesunde Ernährung sehr wichtig, aber Urlaub ist eben Urlaub und wir waren etwas weniger streng.

Wichtig ist, kein Leitungswasser zu trinken und auch für das Zähneputzen gekauftes Wasser zu verwenden. Wir hatten selbst mit Eiswürfeln keine Probleme, denn diese werden zumeist mit Trinkwasser gemacht.

Am Ende sollte man nicht vergessen, wo man ist und ein bisschen nachsichtig mit den Einheimischen sein, wenn es um westliche Gerichte geht. Nicht jede Pizza Margherita ist auch eine. Hier kann ich nur empfehlen vor Ort nach Empfehlungen zu fragen oder im Internet nachzulesen, wo sich zum Beispiel eine gute Pizzeria befindet. Das erspart einem lange Gesichter und Stress beim Essen.

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern

Wir hatten die beste Pizza in der Pizzeria Romana in Jimbaran…

Mein Fazit...

Bali und die umliegenden Inseln eignen sich sehr gut als erstes Reiseziel für das Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern. In jederlei Hinsicht findet man vor Ort eine enorme Vielfalt. Vielfalt im Sinne von Möglichkeiten zu Reisen. Von sehr individuell mit dem Rucksack, aber auch als vorgebuchte Reise mit geplanter Route ist so ziemlich alles möglich. Es findet sich für jeden Gaumen etwas Passendes zu Essen. Strandliebhaber, Naturfans, Kulturjunkies und Spirituelle Reisende kommen voll auf ihre Kosten.

Für Kinder gibt es sehr gut geeignete Strände zum Baden und an eher ungeeigneten Stränden dann eben die Unterkunft mit Pool. Ich empfand alle Orte, an denen wir waren, als sehr sicher und wir hatten nicht eine Situation, in der wir uns unwohl fühlten. Selbst die weniger touristischen Gebiete haben eine sehr gute Infrastruktur und uns fehlte es an nichts. Die Kinder sind extrem an dieser Reise gewachsen. Beide Kinder haben Schnorcheln gelernt (selbst der Junior mit seinen 2 Jahren!) und einige neue Worte in Englisch und Bahasa (Landessprache in Indonesien). Sie fragen regelmäßig, ob wir denn bald wieder dort hinfliegen und zählen alle Orte auf, zu denen sie erneut möchten.

Nun bin ich kein Fan von einseitigen Darstellungen. Wir hatten auch schlaflose Nächte, es gab eine Menge Streit zwischen den Kindern. Unsere Geduld wurde regelmäßig auf die Probe gestellt. Unseren Großen mussten wir ab und an einfangen – ein wilder Räuber eben, der gern mal auf Pirsch geht. Beim Essen kippte häufig die Stimmung. Aber ehrlich gesagt, sind all diese Dinge bei uns vollkommen ortsunabhängig! Das sind alltägliche Situationen, die sich mit Sonne im Gesicht, dem Meeresrauschen im Ohr und Sand zwischen den Zehen einfach deutlich besser wegstecken lassen. Und tatsächlich wurden die schwierigen Momente nach den ersten Wochen auffallend seltener, weil eben die Erholung bei den Kindern und uns einsetzte. 

 

„TRAVELING. It leaves you speechless and then turns you into a storyteller.” – Ibn Batutta 

 

Abenteuer Fernreise mit kleinen Kindern

         Selbst die Kinder hatten solche sprachlosen Momente und erzählen all zu gern von ihre Abenteuern auf dieser Reise…

Probiere es selbst aus und schreibe deine eigene Geschichte oder begleite uns von zu Hause…

Nützliche Links und Quellen...

Die Idee für diesen Blog ist im August 2019 kurz vor unserer 1 ½ monatigen Reise nach Indonesien geboren. Mit zwei kleinen Kindern im Gepäck, fand ich viele gute Tipps auf anderen Blogs… 

Diese Seiten haben mich besonders inspiriert: 

 

– Indojunkie.com von Petra und Melissa

Unaufschiebbar.de von Jenny und Christian

Ferndurst.de von Sina und Elisa

– Rubbelbatz.de von Hanna

 

Alles was ich nicht auf anderen Blogs gefunden habe und unsere eigenen Erfahrungen mit unseren Jungs auf Reisen gibt es nach und nach hier auf meinem Blog.  

Hast du Fragen oder weitere Tipps?

Dann hinterlasse gern ein Kommentar oder schreib mir eine Mail an kontakt@lotusaspects.com.

Ich freue mich von dir zu hören!

Quellen für diesen Artikel:

(1) Reisemedizinische Länderinformation des CRM Centrum für Reisemedizin – Indonesien, Java, Bali;                                   abgerufen am 19.11.2019

2 Kommentare

  • Jenny & Christian

    Liebe Steffi,
    vielen Dank für deinen spannenden Beitrag und für die Erwähnung unseres Blogs 🙂 Darüber freuen wir uns sehr! Wir sind im August 2019 selber zum ersten Mal Eltern geworden und reisen seitdem mit Baby (außer aktuell durch Corona…). Daher sind Erfahrungen von Reisen mit kleinen Kindern jetzt besonders spannend für uns! Wir hätten auch gedacht, dass Bali ein sehr kinderfreundliches Reiseziel ist. Schön zu lesen, dass ihr dies auch so erlebt habt. Wir sind schon super gespannt auf unsere erste Bali Reise zu dritt 🙂
    Liebe Grüße
    Jenny & Christian

    • Steffi H.

      Liebe Jenny, Lieber Christian und Mini,

      ich habe schon gelesen, dass ihr inzwischen auch mit Baby auf Reisen seid. Meinen Glückwunsch noch dazu an euch :-)!!! Ich habe euch zu danken für die tollen Infos auf eurem Blog. Bali ist wunderbar geeignet mit Kindern und war für uns ein toller Einstieg ins Reisen mit Rucksack und kleinen Kindern. Ihr kennt euch ja bestens aus vor Ort und werdet es sicher auch sehr genießen. Ich hoffe, ihr bleibt gesund und wir können alle bald wieder auf Reisen gehen. Bei uns steht Myanmar für November/Dezember an. Ob das was wird, werden wir sehen. Die Daumen sind auf jeden Fall gedrückt :-)…

      Fühlt euch lieb gegrüßt
      Steffi

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